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Auf verlorenem Posten – Über Ernst Jünger

Ernst Jünger, (March 29, 1895 – February 17, 1...

Ernst Jünger

Leben und Werk von Ernst Jünger stehen wie kein anderes eines deutschen Schriftstellers unter normativer Kontrolle. Daran hat sich auch nach seinem Tode nichts geändert. Am 17. Februar 1998 starb Ernst Jünger im Alter von fast 103 Jahren. Sein Leben erstreckte sich über ein Jahrhundert zweier Weltkriege und des Kalten Krieges, die letzen zehn Jahre lebte und erlebte er im wiedervereinigten Deutschland. Jünger wird 1895 in Heidelberg geboren und Deutschland ist, obwohl noch im Kaiserreich, in die Moderne eingetreten. Zweimal sah Jünger in seinem langen Leben den Kometen Halley, der alle sechsundsiebzig Jahren an der Erde vorüberzieht. Für viele, die seine Zeitgenossen waren, ist es ein provozierendes Lebens im Jahrhundert der Kriege gewesen. Er hat polarisiert und fasziniert, weil er sich partout in kein Schema fügen wollte. Doch die Zeiten, in denen Ernst Jünger Anlass für politische Protestdemonstrationen geboten hat, wie 1982 vor der Verleihung des Goethe-Preises, sind vorüber. Inzwischen beschäftigt man sich mit ihm so kühl und sachlich, wie er einem seiner liebsten Hobbys nachgegangen ist: dem Käfersammeln. Geblieben von ihm sind ein sehr spannungs- und widerspruchsgeladenes Gesamtwerk und eine epochale Biographie. Doch auch wenn die schroffen Auseinandersetzungen um Jünger der Vergangenheit angehören, sollte man sie nicht einfach ad acta legen. Schließlich spiegeln sie auf besonders lehrreiche Weise deutsche Befindlichkeiten im 20. Jahrhundert.

Dieses unerschöpflichen Erzählstoffes haben sich Helmut Kiesel, Literaturprofessor in Heidelberg, und Heimo Schwilk, Redakteur der „Welt am Sonntag“, angenommen. Sie schildern lebendig und kenntnisreich Jüngers Leben und Werk im Kolorit des Zeithorizontes, und er ist für beide eine Jahrhundertgestalt, die wie kaum eine zweite die zentralen Wendungen und Widersprüche der deutschen Geschichte widerspiegelt. Schwilk macht bereits im Vorwort klar, dass Jünger zum „demokratischen Diskurs“ wenig beizutragen hat, viel aber zu dem, was „Heidegger die Existenzialien genannt hat: Zeitlichkeit, Geworfenheit, Sterblichkeit.“ Die Gewissheit, dass das Leben ein Geheimniszustand sei, dieser „romantische Grundzug seines Lebens schloss ihn weitgehend von einer Gegenwart aus, die an der Banalisierung unserer Existent tagaus tagein geschäftig arbeitet. Er verkörpert das Rätsel der deutschen Seele, deren faszinierende Eigenwilligkeit“, den Metaphysiker. Dies trifft wohl zu auf den späten Jünger, doch nicht auf den Theoretiker und Propagandisten des Krieges, der er auch war, ungerührt den Untergang prognostizierend, wie es in den 1920 erschienenen Aufzeichnungen „In Stahlgewittern“ und in seinen Tagebuch-Aufzeichnungen während des Zweiten Weltkriegs geschieht. Ernst Jünger erhielt als letzter Offizier im Jahre 1918 den Kriegsorden Pour le Merite. Die ästhetisierenden Darstellungen von Krieg und Gewalt, die Ästhetik des Schreckens in Jüngers Werk brachten ihm den Ruf ein, ein Militarist und Vorbereiter des Nationalsozialismus gewesen zu sein. Jedenfalls vertrat Jünger in den zwanziger Jahren extreme nationalistische Positionen, doch vom Nationalsozialismus distanzierte er sich bereits vor der Machtergreifung im Jahre 1933.

Helmut Kiesel beschreibt dies sehr genau und entwirft somit ein neues Bild des Schriftstellers jenseits von Verehrung und Verteufelung. Jünger werde zwar den Totengräbern der Weimarer Republik zugerechnet, doch solle man die Macht des Wortes nicht überschätzen. „Wenn die ‚Macht des Wortes‘ so groß gewesen wäre, wie Jüngers Kritiker es unterstellen, dann hätten auch die Reden und Schriften der prorepublikanischen Intelligenz, etwa der Brüder Mann, eine ganz andere Wirkung haben und die Republik vor dem Untergang retten müssen.“ Doch ist dies tatsächlich so? Ist es wirklich gleichgültig, ob man als Intellektueller für oder gegen die Weimarer Republik war? Thomas und Heinrich Mann sowie zahlreiche andere bedeutenden deutsche Schriftsteller zumindest sahen dies in jener Zeit völlig anders. Die Neigung der beiden Biographen, mit Jünger Frieden zu schließen, ist zwar wegen der von ihnen dargestellten Reichhaltigkeit und Tiefe des schriftstellerischen Werkes nachvollziehbar, darf aber keine moralische Indifferenz zur Folge haben. Kiesel und Schilk differieren nur in Details, ihr Gesamtwurf wird von der gleichen Intention getragen: Werk und der Person Jüngers endlich Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. 1951 entstand Jüngers Essay „Der Waldgang“, der sich mit Totalitarismus und Anpassung beschäftigt. In Jüngers Roman Eumeswil findet dieses schriftstellerische Nachdenken seinen Abschluss. Sowohl Kiesel wie auch Schwilk betonen, dass der Waldgänger ein ursprüngliches Verhältnis zur Freiheit habe und sich den Automatismen der Vereinnahmung durch den Staat entziehe. Ernst Jünger macht hier allerdings keinen großen Unterschied zwischen demokratischen und autoritären Staatsformen, er verleugnet oder verkennt die tiefen Antagonismen und Differenzen. In „Eumeswil“ entwickelt er die Figur des Waldgängers zum distanzierten Beobachter weiter, der in einer Spätzeit lebt, die keine weitere Entwicklung mehr zulässt. Der Roman wird deshalb auch als „Kommentar und eine philosophie des posthistoire“ gedeutet.

Auch für den Philosophen Hans Blumenberg wird an Jüngers Werk und Person nicht weniger als die Gestalt des zwanzigsten Jahrhunderts erkennbar. Die Essays und Notizen Blumenbergs zu Jünger umfassen einen Zeitraum von vierzig Jahren. Dies ist auch das editorische Problem der Herausgeber des Buches, das auch zum Teil Unfertiges aus dem Nachlass des Philosophen umfasst, der wie kaum ein anderer auf das gelungene Konstrukt seiner philosophischen Sprache achtete. Wir lesen hier in der Werkstatt des Philosophen.  Jünger ist für Blumenberg der einzige deutsche Schriftsteller, der sich in seinem Werk unbeirrt mit dem Problem des Nihilismus, mit der „Vernichtung der Welt“ beschäftigt habe; in der Wüste, im Kriegertod, im Drogenrausch und Abenteuer, in der technisch-biologischen Konstruktion des Arbeiters. „Auf den Marmorklippen“, 1939 in Deutschland erschienen und von der gleichgeschalteten Presse totgeschwiegen, zähle zu den „wichtigsten Ereignissen der deutschen Geistesgeschichte“, so Blumenberg kurz nach dem Kriege. Die Figuren, an denen Jünger seine Zeit erfasst, der Krieger und Anarch, der Arbeiter und Waldgänger, lösen bei Blumenberg Reflektionen darüber aus, wie in einer Welt der Maschinen und Waffen, in einer Welt der Simulakren überhaupt noch zu leben sei. Hierbei findet er Verbindungen zum eigenen philosophischen Themen: Lesbarkeit der Welt sowie die ungeheure Differenz von Weltzeit und Lebenszeit.

In der Essaysammlung „Das abenteuerliche Herz“, die zeitgleich mit den „Stahlgewittern“ entstand, wird eine Figur des menschlichen Schicksals beschrieben, die Jünger als „der Verlorene Posten“ beschreibt. Diese Figur befindet sich in der Lage eines Schachspielers, der sich zum langen Endspiel rüstet, obwohl er den Verlust der Partie als unvermeidlich erkennt, eine Insel inmitten drohender Niederlage und Auflösung. Sie kann dem Einzelnen das Gefühl geben, „Letztes und Endgültiges“ zu tun. Als solchen Einzelnen sah sich Ernst Jünger.

© Dieter Kaltwasser

(zum 10. Todestag Ernst Jüngers Februar 2008 im Bonner General-Anzeiger erschienen)

Aktuelle Ausstellung:

Deutsches Literaturarchiv Marbach:  Ernst Jünger. Arbeiter am Abgrund | 7. November 2010 bis 27. März 2011. An Ernst Jünger scheiden sich immer noch die Geister. Die Ausstellung zeigt das, was er, der von 1895 bis 1998 und damit mehr als ein Jahrhundert lebte, als Zeugnisse seiner literarischen Arbeit nach Marbach gegeben hat.

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Hans Blumenberg: Der Mann vom Mond

Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 2007

ISBN 978-3-518-58483-5

185 Seiten

Helmut Kiesel: Ernst Jünger

Siedler Verlag München 2007

ISBN 978-3-88680-852-6

715 Seiten

Heimo Schwilk: Ernst Jünger – Ein Jahrhundertleben

Piper Verlag München 2007

ISBN 978-3-492-04016-7

623 Seiten

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Ein Kommentar

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Endspiel im Hochgebirge

Portrait of Friedrich Nietzsche, 1882; One of ...

Friedrich Nietzsche, 1882

„Nein! Das Leben hat mich nicht enttäuscht! Von Jahr zu Jahr finde ich es vielmehr wahrer, begehrenswerter und geheimnissvoller, – von jenem Tage an, wo der grosse Befreier über mich kam, jener Gedanke, dass das Leben ein Experiment des Erkennenden sein dürfe – und nicht eine Pflicht, nicht ein Verhängnis, nicht eine Betrügerei! – und die Erkenntnis selber: mag sie für Andere etwas Anderes sein, zum Beispiel ein Ruhebett oder der Weg zu einem Ruhebett, oder eine Unterhaltung, oder ein Müssiggang, – für mich ist sie eine Welt der Gefahren und Siege, in der auch die heroischen Gefühle ihre Tanz- und Tummelplätze haben. >Das Leben ein Mittel der Erkenntnis< – mit diesem Grundsatze im Herzen kann man nicht nur tapfer, sondern sogar fröhlich leben und fröhlich lachen.“ Aus: Die fröhliche Wissenschaft

Nietzsches sieben letzte Sommer in Sils Maria

Die einsame Lage, das Hochgebirgsklima sowie die massive Gebirgskulisse von Sils Maria im Oberengadin, nur wenige Kilometer abseits des mondänen St. Moritz gelegen, zog in der Vergangenheit nicht nur Literaten und Philosophen an. Es ist aber vor allem Friedrich Nietzsche, dem Ort und See Bekanntheit und Ruf verdanken. Von dort schrieb er:“Ich bin mit dieser Natur verwandt.“ Nietzsche, der zwischen 1881 und 1888, das Jahr 1882 ausgenommen, seine Sommermonate in Sils Maria verbrachte, schuf hier einige seiner bedeutendsten Werke, wie den zweiten Teil von “Also sprach Zarathustra”, “Jenseits von Gut und Böse”, “Zur Genealogie der Moral”, “Götzendämmerung” und “Der Antichrist”.

Dem Philosophen bewahrt das unscheinbare Haus, in dem er während seiner Aufenthalte in kargsten Verhältnissen wohnte, als Museum und Forschungsstätte ein  treues Andenken. Wer einmal vor dem kleinen und schlichten Zimmer des Denkers gestanden hat, der erinnert sich vielleicht an Nietzsches Selbstbeschreibung, dass er nur ein „Experiment des Erkennens“ sei. Das Haus ist heutzutage auch ein kleiner Veranstaltungsort von Vorträgen und Lesungen, die Philosophenzunft selbst trifft sich zu ihren Kongressen im nahe gelegenen eleganten und bequemen 5-Sterne-Hotel „Waldhaus“.

Bereits 1879 hatte Nietzsche das Engadin für sich entdeckt. So schrieb er seiner Mutter: “St. Moritz ist der einzige Ort, der mir entschieden wohl tut.“ Zwei Jahre später stieß ihn der mondäner werdende Ort, der immer mehr „Europas Edelfäule“ anzog, ab. Der wenig feierliche Grund für seine zunehmende Abneigung waren die horrenden Zimmerpreise, die Nietzsche nicht mehr bezahlen konnte. Ein Schweizer Reisegefährte, dessen Namen wir nicht kennen, empfahl ihm das wesentlich kostengünstigere Sils Maria, vielleicht hatte der Fremde ihm sogar geraten, im Haus von Gian Durisch Unterkunft zu nehmen, das nun für so viele Jahre sein Sommerdomizil werden sollte. Der Name des Hochalpenorts jedenfalls ist seitdem untrennbar verknüpft mit dem des Philosophen. In seiner Schrift „Menschliches, Allzumenschliches“ ist die Vorrede, in der er über seine Reisen und seine immer gefährdete Gesundheit Bericht gibt, Ausdruck der Hoffnung auf die Zukunft, für ihn und seine „guten Europäer“, am Ende werden Ort und Landschaft seiner physischen und psychischen Genesung genannt: „Sils-Maria, Oberengadin, im September 1886“. Auch die Grundkonzeption der „Ewigen Wiederkunft des Gleichen“, ist in der Landschaft von Sils Maria entstanden, die Inspiration  “auf ein Blatt hingeworfen”, wie Nietzsche in seiner Autobiographie “Ecce homo” mitteilt, “mit der Unterschrift: ’6000 Fuß jenseits von Mensch und Zeit.’ Ich gieng an jenem Tage am See von Silvaplana durch die Wälder; bei einem mächtigen pyramidal aufgethürmten Block unweit Surlei machte ich Halt. Da kam mir dieser Gedanke“.

Um die Mitte der achtziger Jahre hatte sich für den umherziehenden Nietzsche eine Routine des Ortswechsels vollzogen: Sils Maria im Sommer und Frühherbst, die italienische Riviera im Winter. Erst in den letzten Monaten vor seinem geistigen Zusammenbruch beschloss er, im Winter einen Wechsel nach Turin vorzunehmen.

Die zehn Jahre in Nietzsches Biographie zwischen seiner Entlassung aus Krankheitsgründen von seinem Lehramt als Philologieprofessor in Basel um 1879 und dem Ausbruch seiner Geisteskrankheit im Januar 1889 waren rar an äußeren Ereignissen, von der kurzen Freundschaft mit Lou Salomé abgesehen. Die einzige ständige, durch nichts mehr zu vertreibende Begleiterin seines stetigen Wanderlebens zwischen Meer und Hochgebirge war die Krankheit. Alle menschlichen Beziehungen wurden nach und nach abgeschüttelt. Erwin Rohde, ein Freund aus frühen Tagen, fasst seine letzte Begegnung mit Nietzsche in den Worten zusammen: “Eine unbeschreibliche Atmosphäre der Fremdheit, etwas mir damals völlig Unheimliches umgab ihn. Es war etwas in ihm was ich sonst nicht kannte, und vieles nicht mehr, was sonst ihn auszeichnete. Als käme er aus einem Land, wo sonst Niemand wohnt.“

Karl Jaspers bemerkt in seiner großen “Nietzsche”-Studie eine gesteigerte Form des Erlebens bei Nietzsche, eine neue Atmosphäre, einen nie vorher vernommenen Ton, der ab 1880 das Werk durchzieht. Nietzsche wurde sich mehr und mehr bewusst, dass die Einsamkeit bei ihm nicht nur gewählt, sondern gegeben ist: „Dass man aber eigentlich nur unter Gleichgesinnten, Gleich-Gewillten gedeihen kann, ist mein Glaubenssatz; dass ich Keinen habe, ist mein Malheur.“ Die Einsicht in seine Isolation wuchs und die Auswirkungen längerer Einsamkeit verstärkten sich. In einem Brief an Overbeck heißt es: „Die letzten Jahre auszuhalten- das war vielleicht das Schwerste, was mir überhaupt mein Schicksal bisher zugemutet hat. Nach einem solchen Anrufe, wie mein Zarathustra es war, aus der innersten Seele heraus, nicht einen Laut von Antwort zu hören, nichts, nichts, immer nur die lautlose nunmehr vertausendfachte Einsamkeit, das hat etwas über alle Begriffe Furchtbares.“

1887 besucht er zum letzten Mal Venedig. Dort entsteht das Gedicht „Mein Glück!“:

Die Tauben von San Marco seh ich wieder:
Still ist der Platz, Vormittag ruht darauf.
In sanfter Kühle schick’ ich müssig Lieder
Gleich Taubenschwärmen in das Blau hinauf –
Und locke sie zurück,
Noch einen Reim zu hängen in’s Gefieder
– mein Glück! Mein Glück!

Du stilles Himmels-Dach, blau-licht, von Seide,
Wie schwebst du schirmend ob des bunten Bau’s,
Den ich – was sag ich? – liebe, fürchte, neide…
Die Seele wahrlich tränk’ ich gern ihm aus!
Gäb’ ich sie je zurück? –
Nein, still davon, du Augen-Wunderweide!
– mein Glück! Mein Glück!

Du strenger Thurm, mit welchem Löwendrange
Stiegst du empor hier, siegreich, sonder Müh!
Du überklingst den Platz mit tiefem Klange –:
Französisch, wärst du sein accent aigu?
Blieb ich gleich dir zurück,
Ich wüsste, aus welch seidenweichem Zwange…
– mein Glück! Mein Glück!

Fort, fort, Musik! Lass erst die Schatten dunkeln
Und wachsen bis zur braunen lauen Nacht!
Zum Tone ist’s zu früh am Tag, noch funkeln
Die Gold-Zieraten nicht in Rosen-Pracht,
Noch blieb viel Tag zurück,
Viel Tag für Dichten, Schleichen, Einsam-Munkeln
– mein Glück! Mein Glück!

 

Die Polarlandschaft seiner Welt beschreibt Nietzsche in seinem späten Lebensrückblick „Ecce Homo“ in ungeheuren Worten: „Ein Irrtum nach dem anderen wird gelassen aufs Eis gelegt, das Ideal wird nicht widerlegt – es erfriert … Hier zum Beispiel erfriert das ‚Genie’, eine Ecke weiter erfriert der ‚Heilige’, unter einem dicken Eiszapfen erfriert der ‚Held’, am Schluß erfriert ‚der Glaube’, die sogenannte ‚Überzeugung’, auch das ‚Mitleiden’ kühlt sich bedeutend ab – fast überall erfriert das ‚Ding an sich’.“ Trotz ausgedehnter Wanderungen und einem intensiven Briefwechsel entstand in jenem Sommer 1888 in Sils Maria auf dem Hintergrund des Großprojekts einer „Umwertung aller Werte“ die „Götzen-Dämmerung“, Nietzsches „große Kriegserklärung“ an all das, was bislang für wahr gehalten wurde. Die Schrift ist Zeugnis eines semantischen Nihilismus, der Philosoph bezweifelt grundsätzlich, dass die Wirklichkeit auf die gleiche Weise wie die Sprache strukturiert sei. Peter Sloterdijk deutet in seiner Gedenkrede in Weimar zum 100. Todestag „das Ereignis Nietzsche als eine Katastrophe in der Geschichte der Sprache“ und „als einen Einschnitt in die alteuropäischen Verständigungsverhältnisse“. Nietzsche habe wie ein Neu-Evangelist von einer „frohen Botschaft“ geredet. Doch worin besteht diese? Ist nicht vielmehr seine „fröhliche Wissenschaft“ nicht die trostloseste, die man sich vorstellen kann? Nietzsche sah jedenfalls nach Sloterdijk seine Mission darin, die bisherige Verständigung zwischen den Menschen, die eine „Kommunikation zwischen Vergifteten“ darstelle, zu zerstören, um an ihre Stelle eine individualistische „Verkündigung des Lebens“ zu setzen. Nietzsche sei sich des existenziellen Preises durchaus bewusst gewesen, den er für diese Neubestimmung der „frohen Botschaft“ zu zahlen bereit gewesen wäre, und die auf eine völlige Destruktion der bisherigen Verständigungsverhältnisse hinauslaufe.  Bereits 1884 heißt es in einem Brief an seine mütterliche Freundin Malvida von Meysenburg: „Ich habe Dinge auf meiner Seele, die hundert Mal schwerer zu tragen sind als la bêtise humaine (die menschliche Dummheit). Es ist möglich, dass ich für alle kommenden Menschen ein Verhängnis, d a s Verhängnis bin – und ist im folgenden s e h r  m ö g l i c h, dass ich eines Tages stumm werde, aus Menschenliebe!!!“

Nach der Abreise aus Sils Maria im September 1888 quartierte er sich über den Winter in Turin ein. Hier stellte er wie im Fieberwahn seine letzten Schriften, „Ecce Homo“, „Nietzsche contra Wagner“ und  „Der Antichrist“ fertig. Im Dezember verlangte er dann alle Mauskripte vom Verleger zurück. Nietzsche wurde nicht im landläufigen Sinn „irre“. Man hielt ihn für sonderbar und kauzig, Kinder warfen auf seinen langen Spaziergängen mit Steinen nach ihm. Wir hören in Turin von ihm keine Klagen mehr über seine Gesundheit, an Peter Gast schreibt er heiter: „Ich sehe mich im Spiegel an, exemplarisch gut gelaunt, wohlgenährt und zehn Jahre jünger, als es erlaubt wäre.“  Doch müssen wir uns, wie Sloterdijk es vermutet, den untergehenden Nietzsche, den “aufhörenden Autor”, als einen glücklichen Menschen vorstellen? Wohl kaum. Einer seiner letzten Sätze aus Turin lautet: “Ich leide an zerrissenen Stiefeln und danke dem Himmel jeden Augenblick für die alte Welt, für die die Menschen nicht einfach und still genug gewesen sind.” Als dann seine Briefe immer sonderbarer und verrückter wurden und er auf das völlige Unverständnis seiner Zeitgenossen nur noch mit Wut und Wucht reagierte, und schließlich im Januar 1889 in Turin am hellichten Tag einem misshandelten Droschkenpferd weinend um den Hals fiel, war er wohl nach Menschenmaßstäben nicht mehr bei Sinnen. Sein alter Freund Overbeck holte ihn ab und reiste mit dem brombetäubten Nietzsche über die Alpen in eine Basler Irrenanstalt. Zwölf Jahre später, am 25. August 1900, nach Aufenthalten in Jena und Naumburg, starb er gelähmt und geisteskrank, von seiner Schwester Elisabeth gepflegt, skrupellos ausgebeutet und öffentlich zur Schau gestellt, 55jährig in Weimar. Ein einsamer Weg der Philosophie fiel wieder ins Dunkel zurück.

Literaturempfehlung:

Peter Sloterdijk: Über die Verbesserung der guten Nachricht, Nietzsches fünftes „Evangelium“. Suhrkamp Verlag, Frankfurt 2000. 72 Seiten, 7 EUR. ISBN: 978-3-518-06615-7

(in einer kürzeren Fassung erstmals erschienen am 18.10. 2008 im Bonner General-Anzeiger)

© Dieter Kaltwasser

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Der Weltweise – Über Arthur Schopenhauer

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„Der arme Hölderlin“

Peter Lenk, Hölderlin im Kreisverkehr, Detail

Peter Lenk, Hölderlin im Kreisverkehr

Es ist still geworden hierzulande um Friedrich Hölderlin, auch wenn in wenigen Jahren sein 250. Geburtstag gefeiert wird. Es ist keine Paradoxie zu behaupten, von seinem Werk sei zwar einiges ins kulturelle Gedächtnis übergegangen, seine exzentrische Lebensbahn hingegen völlig ins Vergessen geraten. Dabei gilt Hölderlin als eine singuläre Gestalt unter den Dichtern und Philosophen, er, der am 20. März 1770 im kleinen schwäbischen Lauffen am Neckar bei Heilbronn geboren wurde; ein Landstrich, den sein Freund Schelling als Land der „Pfaffen und Schreiber“ verspottete. Sein Vater war Klosterhofmeister eines früheren Nonnenklosters in Lauffen, seine Mutter eine Pfarrerstochter aus dem nahegelegenen Frauenzimmern. Wer heute die Geburtsstadt besucht, in der Hölderlin die ersten vier Lebensjahre verbrachte und die sich stolz auf ihn beruft, findet zwar alle Schulen und die einzige Buchhandlung des Geburtsortes nach ihm benannt, doch kaum einer weiß Näheres, in den Schulen wird nahezu nichts über ihn vermittelt; der große und einzigartige Dichter ist seinen Schwaben und wohl auch den Deutschen insgesamt wieder einmal abhanden gekommen. In der Hölderlin Buchhandlung in Lauffen jedenfalls, so erzählt es der dortige Buchhändler, wird manchmal sogar telefonisch nach ihm verlangt, nach dem „Geschäftsführer Hölderlin“. Man fragt sich, woher dieses Vergessen rührt. Sind es wirklich die Weimarer Klassiker, vor allem Goethe und leider dann auch Schiller, die ihn abgewiesen und so für das ganze 19. Jahrhundert unlesbar gemacht haben?

In Lauffen jedenfalls will man diesen Eindruck schon am Ortseingang erwecken. Dort steht ein Kunstwerk namens „Hölderlin im Kreisverkehr“, geschaffen hat es der Bildhauer Peter Lenk und im Juni 2003 ist es dort errichtet worden. Hölderlin ist nicht allein Objekt des Kunstwerks, sondern wird in Beziehung zu anderen historischen Figuren gesetzt, die stellvertretend sein sollen für die Einflüsse und Wirkungen auf den Dichter. Die Grundkonstruktion des Kunstwerks ist ein geschwungenes „H“, den Mittelpunkt bildet eine waagerecht liegende Schreibfeder, auf der an beiden Enden jeweils eine Figur sitzt, ein kleines Kind und der etwa 30jährige Friedrich Hölderlin. Um diese sollen sich mit Hilfe der anderen Figuren Aspekte zu Leben und Werk des Dichters erschließen. Man sollte meinen, bei einem Hölderlin-Kunstwerk stehe dieser selbst im Mittelpunkt, doch mit der Doppelfigur Goethe und Schiller hat der Künstler andere ins Zentrum geschoben. Schiller hält dem etwa 2jährigen Knaben einen Lorbeerkranz entgegen, ein kolossaler und fettleibiger Goethe senkt in Richtung des den anderen Figuren den Rücken zukehrenden, abwesend und völlig in sich versunken wirkenden Hölderlin den Daumen nach unten. Zwei weitere Figuren des Lauffener Kunstwerks zeigen die nackte Diotima, die große und unerfüllte Liebe Hölderlins, im wirklichen Leben trug sie den Namen Susette Gontard, und einen Fahrrad fahrenden Friedrich Nietzsche, der Hölderlin den Thyrsosstab entgegenhält, auf Dionysos und seinen Kult hinweisend. Nietzsche, so wissen wir, hat Hölderlin als Dichter zu einer Zeit verehrt, als andere ihn völlig vergessen hatten. An der Spitze des Kunstwerks steht Herzog Carl Eugen auf einem sterbenden Hirsch, der das Württemberger Volk symbolisieren soll, in der Pose des absoluten Herrschers. Lenk hat mit seinem Kunstwerk einen Bezugsrahmen zu Hölderlins Leben und Dichten geschaffen, der wesentliche Lebensthemen integriert: Tyrannei, Revolution, Liebe, Abweisung und Wahnsinn.

Doch ist es tatsächlich Goethe, dem die Hauptverantwortung für das lang anhaltende Vergessen und Verkennen Hölderlins angelastet werden darf? Tatsache ist, dass Goethe für das Werk Hölderlins keine Sympathien trug, aber auch, dass Gedichte Hölderlins in den von Schiller herausgegebenen Literaturzeitschriften erschienen sind. Goethe jedenfalls hat nichts hintertrieben, er hat sich einfach nicht für Hölderlin interessiert, den jungen Mann jovial und ignorant angemahnt, „kleine Gedichte“ zu schreiben. Dies zeugte nicht unbedingt von ausgeprägtem Gespür für literarischen Nachwuchs, auch bei Kleist verhielt er sich ähnlich. Goethe konnte mit dem exzentrischen jungen Mann nichts anfangen, er, der sich stets zu fassen wusste und darauf aus war, auch aus seinem Leben ein Kunstwerk zu formen. Michel Foucault hat 1962 in einem Essay darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht der bereits „vergöttlichte“ Goethe war, der dem schweigenden Hölderlin mit Unverständnis begegnete und in dem jungen Dichter das Gefühl der Ablehnung durch die „Klassiker“ bewirkte, sondern dass Hölderlin vor allem daran litt, von der „Vaterfigur“ Schiller nicht gefördert zu werden. Foucault spricht davon, dass Schiller die „leere Stelle des Vaters besetzt“. Hölderlin hatte sich viel versprochen von Jena, in direkter Nähe zu Weimar, dem damaligen kulturellen Mittelpunkt in Deutschland. Er lebte und arbeitete dort für kurze Zeit als Hauslehrer der Kinder von Charlotte von Kalb. Doch auch in Jena erfüllte sich sein Wunsch nicht, durch Freundschaft und Bekanntschaft mit den Berühmten „in Ruhe und Eingezogenheit einmal zu leben, und Bücher schreiben zu können, ohne dabei zu hungern“, wie es in einem Brief an seine Schwester heißt. Er verließ Jena und Weimar mit den Worten:“ Sie können mich hier nicht gebrauchen.“ Und so sollte es bleiben.

Nach bürgerlichen Maßstäben müssen wir Hölderlins Existenz zu dieser Zeit um 1795 bereits als gescheitert ansehen. Dabei hatte es groß begonnen mit ihm. Seine Freunde im Tübinger Stift waren Hegel und Schelling, mit denen er eine Zeit lang sogar das Zimmer und vor allem die Begeisterung für die Ideale der Französischen Revolution teilte. Hölderlin ist der eigentliche geistige Urheber des „Ältesten Systemprogramms des deutschen Idealismus“, wie es der große Hegelforscher und Kenner des deutschen Idealismus Dieter Henrich in eindrucksvollen Studien dargelegt hat. Hegel und Schelling suchten während der Tübinger Zeit und auch später noch wiederholt Hölderlins Rat. Als gesichert gilt, dass Hölderlin mit seinem Freund Sinclair große Teile des „Systemprogramms“ schrieb, wobei wohl die erste schriftliche Form Sinclair zu verdanken ist, der weitaus „systematischer“ dachte als sein Freund. Dieser ging seinen eigenen, poetischen Weg: Dichtung war für ihn Anfang und Ende der Philosophie. Und so ging er diesen einsamen Pfad bis zum Ende, kompromisslos, konsequent, verkannt.

In Armut und äußerer Abhängigkeit lebend, immer wieder neue Hofmeisterstellen antretend, dann das ihm zum Schicksal werdende Zusammentreffen mit Susette Gontard in Frankfurt im Jahre 1796, der Frau eines reichen Bankiers. Hölderlin sollte den Sohn erziehen. Das Wohnhaus lag am Großen Hirschgraben, ausgerechnet neben Goethes Geburtshaus. Er verliebte sich in die schöne Frankfurter Patrizierin und sie erwiderte seine Liebe. Sie wurde zur Schlüsselfigur seines Lebens und seiner Dichtung. Es kam zu Auseinandersetzungen und wohl auch Demütigungen, die Hölderlin von Susettes Ehemann ertragen musste; das Resultat jedenfalls war, dass Hölderlin das Gontardsche Haus 1798 verließ. In seinem Gedicht „Lebenslauf“ heißt es: „Hoch auf strebte mein Geist, aber die Liebe zog / Schön ihn nieder; das Leid beugt ihn gewaltiger; / So durchlauf ich des Lebens / Bogen und kehre, woher ich kam.“ Nach der Trennung schrieben sie sich Briefe, trafen sich nur noch heimlich wenige Male. Hölderlin veröffentlichte seinen Roman „Hyperion“. Diotima lässt er im Roman sterben, Susette Gontard stirbt am 22. Juli 1802 in Frankfurt.

Als Hölderlin die Nachricht von ihrem Tode erfuhr, kam er gerade von Bordeaux in einem völlig zerrütteten Zustand ins Württembergische zurück. Danach war er für die Welt verloren. Er schrieb weiterhin vollendete Gedichte, bis er 1806 auf Veranlassung seines Freundes Isaac von Sinclair von Homburg nach Tübingen in das dortige Universitätsklinikum verbracht, als „unheilbar wahnsinnig“ diagnostiziert und interniert wurde. Am Abend des 11. September 1806 schrieb die Landgräfin Caroline von Hessen-Homburg, die den Dichter „Holterling“ nennt: „Man hat heute früh den armen Holterling abtransportiert, um ihn seinen Eltern zu übergeben. Als er mit aller Kraft versuchte, sich aus dem Wagen zu stürzen, wurde er von dem Mann, der auf ihn aufpassen sollte, zurückgestoßen.“

1807 hat der in Tübingen lebende Schreiner Ernst Zimmer, ein Bewunderer des „Hyperion“, den Dichter aus dem in der Nähe liegenden Universitätsklinikum zu sich geholt und im Kreise seiner Familie aufgenommen. Zimmer hatte den „Hyperion“ gelesen, der ihm „ungemein wohl gefiel“. Ihm tat es leid, dass ein so „schöner herrlicher Geist zu Grund gehen soll“. Bis heute dauert der Streit darüber an, ob Hölderlin krank war oder sich nur verstellte. Vor allem der französische Germanist Pierre Bertaux hat vor Jahrzehnten nach über fünfzigjähriger Beschäftigung mit Hölderlin eine „Revision“ des Falles eingefordert. Er kommt in seiner großen Studie zu dem Schluss: Hölderlin war nicht geisteskrank, er war anders als die Norm, aber dieses Anderssein kann nicht als pathologisch bezeichnet werden. Hölderlin lebte in des Schreiners Turmzimmer 36 lange Jahre, die Hälfte seines Lebens. Er hat Besucher empfangen, sie mit äußerster Höflichkeit behandelt und als „Hochgeboren“, „Exzellenz“ oder „Eure königliche Majestät“ angesprochen. Wurde er mit seinem Namen angesprochen, widersprach er und sagte: „Diesen Namen trage ich nicht mehr” oder „Ich, mein werter Herr, bin nicht mehr von demselben Namen.“ Er nannte sich „Scardanelli“, „Buonarotti“, gab sich exotisch klingende Namen wie „Killalusimeno“, schrieb Gedichte auf Wunsch sofort nieder, skandierte dazu mit der linken Hand, datierte sie lange vor seiner Geburt oder nach seinem Tode. Er war aus der Zeit heraus gefallen. Noch heute rätselt man darüber, ob die Gedichte schon lange in seinem Kopf existierten und er Besucher nur als willkommenen Anlass nutzte, sie niederzuschreiben. Er phantasierte tagsüber stundenlang an einem Spinett und führte unablässig Selbstgespräche. Zuweilen wanderte er mit Wilhelm Waiblinger, damaliger  Student in Tübingen, auf den Österberg ins Presselsche Gartenhaus, worüber Hermann Hesse eine wunderschöne kleine Erzählung verfasst hat. Waiblinger trieb ein überaus starkes biographisches Interesse an Hölderlin, er schrieb nicht nur die erste Biographie, sondern auch einen Roman über ihn, und die Grenzen des Biographischen und des Fiktiven verschwimmen leider nur zu oft. Seine zwar lebendige, aber sehr einseitige Darstellung des Dichters wurde unkritisch übernommen.

Im zwanzigsten Jahrhundert, nach unrühmlichen und widerwärtigen Adaptionen während des Ersten Weltkriegs und durch den Nationalsozialismus, nach Heideggers ambitioniertem Versuch, in Hölderlins Dichtung Spuren oder Ansätze eines andersanfänglichen Denkens zu finden und ihn so für sein eigenes „Denken“ nach der sogenannten „Kehre“ zu vereinnahmen,  wurde der so Verkannte schließlich als ein Wegbereiter der Moderne wahrgenommen. Peter Weiss notierte zu seinem „Hölderlin“-Stück: „Hölderlins psychologische Reaktionen sprechen von den gleichen Gefahren, die auch uns bedrohen. Er gibt ein extremes Beispiel dafür, wie der Druck der Außenwelt einen solchen Grad von Unerträglichkeit annehmen kann, dass nur noch die Flucht in die innere Verborgenheit übrig bleibt.“ In der Schlussstrophe aus „Hyperions Schicksalslied“ wird diese Erfahrung benannt. Kein anderer Dichter deutscher Sprache hat sie klarer und vollkommener in Verse zu fassen gewusst: “Doch uns ist gegeben, / Auf keiner Stätte zu ruhn, / Es schwinden, es fallen / Die leidenden Menschen / Blindlings von einer / Stunde zur andern, / Wie Wasser von Klippe / Zu Klippe geworfen, / Jahr lang ins Ungewisse hinab.“ Am 7. Juni 1843 ist Friedrich Hölderlin mit 73 Jahren in Tübingen gestorben.

Dieter Kaltwasser

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