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„Was bleibet aber, stiften die Dichter“

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Zum 175. Todestag von Friedrich Hölderlin

Es ist wieder einmal still geworden um Friedrich Hölderlin, auch wenn in zwei Jahren sein 250. Geburtstag gefeiert wird. Ein pompöses Gedenkjahr wird es wohl nicht werden, wie es in diesem Jahr einem anderen großen Denker des 19. Jahrhunderts gewährt ist. Es ist keine Paradoxie zu behaupten, von seinem Werk sei zwar einiges ins kulturelle Gedächtnis übergegangen, seine exzentrische Lebensbahn hingegen völlig ins Vergessen geraten. Dabei gilt Hölderlin als eine einzigartige Gestalt unter den Dichtern und Philosophen, er, der am 20. März 1770 im kleinen schwäbischen Lauffen am Neckar bei Heilbronn geboren wurde; ein Landstrich, den sein Freund Schelling als Land der „Pfaffen und Schreiber“ verspottete. Sein Vater war dort Klosterhofmeister eines früheren Nonnenklosters, seine Mutter eine Pfarrerstochter aus dem nahegelegenen Frauenzimmern. Ist Hölderlin seinen Schwaben und wohl auch den Deutschen insgesamt wieder einmal abhandengekommen. Und woher rührt dieses Vergessen? Sind es wirklich die Weimarer Klassiker, zuerst vor allem Goethe und dann leider auch Schiller, die ihn abgewiesen und so zumindest für das ganze 19. Jahrhundert unlesbar gemacht haben?

In Lauffen jedenfalls scheint man diesen Eindruck bereits am Ortseingang zu erwecken. Dort steht ein Kunstwerk namens „Hölderlin im Kreisverkehr“, geschaffen hat es der Bildhauer Peter Lenk und im Juni 2003 ist es dort errichtet worden. Hölderlin ist nicht allein Objekt des Kunstwerks, sondern wird in Beziehung zu anderen historischen Figuren gesetzt, die stellvertretend sein sollen für die Einflüsse und Wirkungen auf den Dichter. Die Grundkonstruktion des Kunstwerks ist ein geschwungenes „H“, den Mittelpunkt bildet eine waagerecht liegende Schreibfeder, auf der an beiden Enden jeweils eine Figur sitzt, ein kleines Kind und der etwa 30-jährige Friedrich Hölderlin. Um diese sollen sich mit Hilfe der anderen Figuren Aspekte zu Leben und Werk des Dichters erschließen. Man sollte meinen, bei einem Hölderlin-Kunstwerk stehe dieser selbst im Mittelpunkt, doch mit der Doppelfigur Goethe und Schiller hat der Künstler andere ins Zentrum geschoben. Schiller hält dem etwa 2jährigen Knaben einen Lorbeerkranz entgegen, ein kolossaler und fettleibiger Goethe senkt in Richtung des den anderen Figuren den Rücken zukehrenden, abwesend und völlig in sich versunken wirkenden Hölderlin den Daumen nach unten. Zwei weitere Figuren des Lauffener Kunstwerks zeigen die nackte Diotima, die große und unerfüllte Liebe Hölderlins, im wirklichen Leben trug sie den Namen Susette Gontard, und einen Rad fahrenden Friedrich Nietzsche, der Hölderlin den Thyrsosstab entgegenhält, auf Dionysos und seinen Kult hinweisend. Nietzsche, so wissen wir, hat Hölderlin als Dichter zu einer Zeit verehrt, als andere ihn völlig vergessen hatten. An der Spitze des Kunstwerks steht Herzog Carl Eugen auf einem sterbenden Hirsch, der das Württemberger Volk symbolisieren soll, in der Pose des absoluten Herrschers. Lenk hat mit seinem Kunstwerk einen Bezugsrahmen zu Hölderlins Leben und Dichten geschaffen, der wesentliche Lebensthemen integriert: Tyrannei, Revolution, Liebe, Abweisung und Wahnsinn.

Doch ist es tatsächlich Goethe, dem die Hauptverantwortung für das lang anhaltende Vergessen und Verkennen Hölderlins angelastet werden kann? Tatsache ist, dass der Geheime Rath für das Werk Hölderlins keine Sympathien trug, aber auch, dass Gedichte Hölderlins in den von Schiller herausgegebenen Literaturzeitschriften erschienen sind. Goethe jedenfalls hat nichts hintertrieben, er hat sich einfach nicht für Hölderlin interessiert, den jungen Mann jovial und ignorant angemahnt, „kleine Gedichte“ zu schreiben. Dies zeugte nicht unbedingt von ausgeprägtem Gespür für literarischen Nachwuchs, auch bei Kleist verhielt er sich ähnlich. Goethe konnte mit dem exzentrischen jungen Mann nichts anfangen, er, der sich stets „zu fassen wusste“ und darauf aus war, aus seinem Leben ein Kunstwerk zu formen. Michel Foucault hat 1962 in einem Essay darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht der bereits „vergöttlichte“ Goethe war, der dem schweigenden Hölderlin mit Unverständnis begegnete und in dem jungen Dichter das Gefühl der Ablehnung durch die „Klassiker“ bewirkte, sondern dass Hölderlin vor allem daran litt, von der „Vaterfigur“ Schiller nicht gefördert zu werden. Foucault spricht davon, dass Schiller die „leere Stelle des Vaters besetzt“. Hölderlin hatte sich viel versprochen von Jena, in direkter Nähe zu Weimar, dem damaligen kulturellen Mittelpunkt in Deutschland. Er lebte und arbeitete dort für kurze Zeit als Hauslehrer der Kinder von Charlotte von Kalb. Doch auch in Jena erfüllte sein Wunsch sich nicht, durch Freundschaft und Bekanntschaft mit den Berühmten „in Ruhe und Eingezogenheit einmal zu leben, und Bücher schreiben zu können, ohne dabei zu hungern“, wie es in einem Brief an seine Schwester heißt. Er verließ Jena und Weimar mit den Worten:“ Sie können mich hier nicht gebrauchen.“ Und so sollte es bleiben.

Nach bürgerlichen Maßstäben muss Hölderlins Existenz zu dieser Zeit um 1795 bereits als gescheitert ansehen werden. Dabei hatte es groß angefangen mit ihm. Seine Freunde im Tübinger Stift waren Hegel und Schelling, mit denen er eine Zeit lang sogar das Zimmer und vor allem die Begeisterung für die Ideale der Französischen Revolution teilte. Hölderlin ist der eigentliche geistige Urheber des „Ältesten Systemprogramms des deutschen Idealismus“, wie es der große Hegelforscher und Kenner des deutschen Idealismus Dieter Henrich in eindrucksvollen Studien dargestellt hat. Hegel und Schelling suchten während der Tübinger Zeit und auch später noch wiederholt Hölderlins Rat. Als gesichert gilt, dass Hölderlin mit seinem Freund Sinclair große Teile des „Systemprogramms“ schrieb, wobei wohl die erste schriftliche Form Sinclair zu verdanken ist, der weitaus „systematischer“ dachte als sein Freund. Dieser ging seinen eigenen, poetischen Weg: Dichtung war ihm Anfang und Ende der Philosophie. Und so ging er diesen einsamen Pfad bis zum Ende, kompromisslos, konsequent, verkannt: „Was bleibet aber, stiften die Dichter.“

In Armut und äußerer Abhängigkeit lebend, immer wieder neue Hofmeisterstellen antretend, dann das ihm zum Schicksal werdende Zusammentreffen mit Susette Gontard in Frankfurt im Jahre 1796, der Frau eines reichen Bankiers. Hölderlin sollte den Sohn erziehen. Das Wohnhaus lag am Großen Hirschgraben, ausgerechnet neben Goethes Geburtshaus. Er verliebte sich in die schöne Frankfurter Patrizierin und sie erwiderte seine Liebe. Sie wurde zur Schlüsselfigur seines Lebens und seiner Dichtung. Es kam zu Auseinandersetzungen und wohl auch Demütigungen, die Hölderlin von Susettes Ehemann ertragen musste; das Resultat jedenfalls war, dass Hölderlin das Gontardsche Haus 1798 verließ. In seinem Gedicht „Lebenslauf“ heißt es: „Hoch auf strebte mein Geist, aber die Liebe zog / Schön ihn nieder; das Leid beugt ihn gewaltiger; / So durchlauf ich des Lebens / Bogen und kehre, woher ich kam.“ Nach der Trennung schrieben sie sich Briefe, trafen sich nur noch heimlich wenige Male. Hölderlin veröffentlichte seinen Roman „Hyperion“. Diotima lässt er im Roman sterben, Susette Gontard stirbt am 22. Juli 1802 in Frankfurt.

Als Hölderlin die Nachricht von ihrem Tode erfuhr, kam er gerade von Bordeaux in einem zerrütteten Zustand ins Württembergische zurück. Danach war er für die Welt verloren. Er schrieb weiterhin vollendete Gedichte, bis er 1806 auf Veranlassung seines Freundes Isaac von Sinclair von Homburg nach Tübingen in das dortige Universitätsklinikum verbracht, als „unheilbar wahnsinnig“ diagnostiziert und interniert wurde. Am Abend des 11. September 1806 schrieb die Landgräfin Caroline von Hessen-Homburg:: „Man hat heute früh den armen Holterling [sic!] abtransportiert, um ihn seinen Eltern zu übergeben. Als er mit aller Kraft versuchte, sich aus dem Wagen zu stürzen, wurde er von dem Mann, der auf ihn aufpassen sollte, zurückgestoßen.“

1807 hat der in Tübingen lebende Schreiner Ernst Zimmer, ein Bewunderer des „Hyperion“, den Dichter aus dem in der Nähe liegenden Universitätsklinikum zu sich geholt und im Kreise seiner Familie aufgenommen. Zimmer hatte den „Hyperion“ gelesen, der ihm „ungemein wohl gefiel“. Ihm tat es leid, dass ein so „schöner herrlicher Geist zu Grund gehen soll“. Doch war Hölderlin wirklich krank oder war es in Teilen bloß Maskenspiel? Vor allem der französische Germanist Pierre Bertaux hat vor Jahrzehnten nach über fünfzigjähriger Beschäftigung mit Hölderlin eine „Revision“ des Falles eingefordert. Er kommt in seiner umfassenden Studie zu dem Schluss: Hölderlin war nicht geisteskrank, er war anders als die Norm, aber dieses Anderssein kann nicht als pathologisch bezeichnet werden. Hölderlin lebte in Zimmers Turmzimmer sechsunddreißig lange Jahre, die Hälfte seines Lebens. Er hat Besucher empfangen, sie mit äußerster Höflichkeit behandelt und als „Hochgeboren“, „Exzellenz“ oder „Eure königliche Majestät“ angesprochen. Wurde er mit seinem Namen angesprochen, widersprach er und sagte: „Diesen Namen trage ich nicht mehr” oder „Ich, mein werter Herr, bin nicht mehr von demselben Namen.“ Er nannte sich „Scardanelli“, „Buonarotti“, gab sich exotisch klingende Namen wie „Killalusimeno“, schrieb Gedichte auf Wunsch sofort nieder, skandierte dazu mit der linken Hand, datierte sie lange vor seiner Geburt oder nach seinem Tode. Er war aus der Zeit herausgefallen. Noch heute rätselt man darüber, ob die Gedichte schon lange in seinem Kopf existierten und er Besucher nur als willkommenen Anlass nutzte, sie niederzuschreiben. Er phantasierte tagsüber stundenlang an einem Spinett und führte unablässig Selbstgespräche. Zuweilen wanderte er mit Wilhelm Waiblinger, damaliger Student in Tübingen, auf den Österberg ins Presselsche Gartenhaus, worüber Hermann Hesse eine kunstvolle kleine Erzählung verfasst hat. Waiblinger trieb ein überaus starkes biographisches Interesse an Hölderlin, er schrieb nicht nur die erste Biographie, sondern auch einen Roman über ihn, und die Grenzen des Biographischen und des Fiktiven verschwimmen leider nur allzu oft. Seine zwar lebendige, aber sehr einseitige Darstellung des Dichters wurde später unkritisch übernommen.

Im zwanzigsten Jahrhundert, nach unrühmlichen und widerwärtigen Adaptionen während des Ersten Weltkriegs und durch den Nationalsozialismus, nach Heideggers ambitioniertem Versuch, in Hölderlins Dichtung Spuren oder Ansätze eines „andersanfänglichen Denkens“ zu finden und ihn so für sein eigenes „Denken“ nach der sogenannten „Kehre“ zu vereinnahmen,  wurde der so Verkannte schließlich als ein Wegbereiter der Moderne wahrgenommen. Peter Weiss notierte zu seinem „Hölderlin“-Stück: „Hölderlins psychologische Reaktionen sprechen von den gleichen Gefahren, die auch uns bedrohen. Er gibt ein extremes Beispiel dafür, wie der Druck der Außenwelt einen solchen Grad von Unerträglichkeit annehmen kann, dass nur noch die Flucht in die innere Verborgenheit übrigbleibt.“ In der Schlussstrophe aus „Hyperions Schicksalslied“ wird diese Erfahrung benannt. Kein anderer Dichter deutscher Sprache hat sie klarer und vollkommener in Verse zu fassen gewusst: “Doch uns ist gegeben, / Auf keiner Stätte zu ruhn, / Es schwinden, es fallen / Die leidenden Menschen / Blindlings von einer / Stunde zur andern, / Wie Wasser von Klippe / Zu Klippe geworfen, / Jahr lang ins Ungewisse hinab.“ Am 7. Juni 1843 ist Friedrich Hölderlin mit 73 Jahren in Tübingen gestorben.

Dieter Kaltwasser

 

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Fichte und Hölderlin – Aus dem Roman „Holunderblüten“ von Bettina Johl

Neu überarbeitete Leseprobe im Zuge einer weiteren Überarbeitung des Romans „Holunderblüten“ im Hinblick auf das in Kürze bevorstehende Hölderlin-Jubiläumsjahr 2020.

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Zum Gedenken an Johann Gottlieb Fichte ( *19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda;  † 29. Januar 1814 in Berlin)

Die erste Idee ist natürlich die Vorstellung von mir selbst als einem absolut freien Wesen. Mit dem freien, selbstbewussten Wesen tritt zugleich eine ganze Welt – aus dem Nichts hervor – die einzig wahre und denkbare Schöpfung aus dem Nichts.

Friedrich Hölderlin

(Aus: Das Älteste Systemprogramm des Deutschen Idealismus)

*

Der Dichter selbst als Philosoph? Als ein solcher sah er sich zweifellos. Er bestand darauf, als Dichter notwendigerweise Philosoph sein zu müssen – und umgekehrt. Die Bereiche Dichtung und Philosophie sah er als untrennbar an und widmete sich zeitlebens der Aufgabe, die er sich selbst gestellt hatte: Beide einer neuen Einheit zuzuführen.

Ihr lest: Die Idee der Schönheit, die sich in der Kunst ausdrückt, sei die Idee, die alle anderen Ideen vereinige, und ein Philosoph müsse gerade so…

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Biographie eines Obdachlosen

Richard Brox: Kein Dach über dem Leben. Seit 30 Jahren ist Richard Brox obdachlos, lebt auf der Strasse. Mit seinem Ko-Autor Dirk Kästel hat er seine Biographie geschrieben. Günter Wallraff hat dazu ein Vorwort verfasst. Anfang des Jahres erschienen, ist sie zu einem Bestseller geworden. Wallraff hatte Brox in Unkel eine Wohnung besorgt, die dieser jedoch wieder aufgegeben hat. Er hilft schwerkranken und sterbenden Obdachlosen, von den Erlösen seines Buches möchte er ein Hospiz für Obdachlose einrichten. Brox ist 1964 in Mannheim geboren, seine Jugend verbrachte er zum Teil in Heimen. Nach dem Tod seiner Mutter verlor er die gemeinsame Wohnung. Seitdem befindet er sich auf seiner Wanderung durch Not und Armut. Wallraff: „Wieviel Kraft hat dieser Mann aufwenden müssen, wie viele Abgründe erneut durchleben müssen, um diese ergreifende Biografie zustande zu bringen!

DK

(Rowohlt, 272 S., 9,99 Euro)

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„Das Leben ohne Phlox ist ein Irrtum“ – Über Karl Foerster

Zum 8. Todestag von Marianne Foerster

LiteraturFreundIn

Karl Foerster

Im Frühjahr 2009, ein Jahr vor ihrem Tode, lernte ich in Potsdam-Bornim Marianne Foerster kennen, die Tochter des berühmten Staudenzüchters, Gartengestalters und Autors Karl Foerster. In seinem legendären Senkgarten, direkt neben der von ihm erbauten Villa, wurden damals, im Darwin- und Humboldt-Jahr, Dreharbeiten für eine Gartensendung durchgeführt, und ich unterhielt mich mit der Moderatorin der Sendung über Literatur rund um Natur und Gartengeschichte. Unter anderem stellte ich zwei Bücher über Alexander von Humboldt vor: Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“ und „Alexander von Humboldt. Über einen Versuch den Gipfel des Chimborazzo zu ersteigen“, herausgegeben von Oliver Lubrich und Ottmar Ette.

In beiden Büchern ist von der damals gescheiterten Gipfelbesteigung die Rede, Humboldt selber hat das Scheitern in seinen Veröffentlichungen verschwiegen. Marianne Foerster hörte meinen Ausführungen zu, kam nach der Aufzeichnung der Sendung zu mir und sagte: „Sie haben von Humboldts Barometer gesprochen, das er damals zur Höhenmessung nutzte. Humboldt hat…

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Frohe Ostern und schöne Frühlingstage!

LiteraturFreundIn

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Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer kornigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt’s im Revier
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die…

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Ein Bourgeois und Kommunist – Engels-Biographie von Tristram Hunt setzt Maßstäbe

Im Februar 1848 erschien das Kommunistische Manifest in London.

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Muss, wer Marx sagt, auch Engels sagen? Der Geschichte des Marxismus ist zwar ohne Friedrich Engels nicht zu denken, doch ihm wird die Schuld dafür zugeschoben, dass der Marxismus in die Gulags der Sowjetunion führte. Tristram Hunt, der Nachwuchsstar der englischen Historikerzunft, setzt mit seiner 2012 ins Deutsche übersetzten Biographie zur Ehrenrettung eines Mannes an, der sich schon mit den Theorien des Kommunismus beschäftige, lange bevor er 1847 mit Marx am „Kommunistischen Manifest“ schrieb, und am Ende seines Lebens davor warnte, das Werk von Marx doktrinär auszulegen. Marx selbst sah sich ohnehin nicht als Marxist. Hunt schildert Friedrich Engels als einen eigenständigen Denker, dessen Werk dem von Marx an Originalität und Wirkungsmächtigkeit nicht nachstehe, der aber aufgrund seines abenteuerlichen Privat- und widersprüchlichen Berufslebens die spannendere Biographie biete.

Engels war geradezu die Personifizierung der dialektischen Methode, die den Marxismus auszeichnet, ein wandelnder Hegelscher Widerspruch. Er besaß eine schillernde Persönlichkeit: Bonvivant, Frauenheld…

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Arno Schmidt – Ein Streifzug durch die Stationen seines Lebens und Werks

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Arno Schmidt hat es selbst festgelegt. „Nur beim ersten Überfliegen hört sich ein Satz, wie dieser, absurd an: ich verlange, gesetzgeberisch festzulegen, daß spätestens 50 Jahre nach dem Tode eines Schriftstellers seine Biographie nicht nur erscheinen darf, sondern muß!“ Fanny Esterházy ist sich bewusst, dass dieses Diktum des Schriftstellers mit der von ihr herausgegebenen Bildbiografie noch nicht eingelöst ist. Eine Bildbiografie kann keine Biografie ersetzen. Sie nimmt keine Wertungen vor, und sie hat Lücken; bei weitem nicht alles lässt sich bildhaft ausdrücken – gerade bei einem (Text-)Autor nicht. Aber was sie kann, ist der Bildbiografie glänzend gelungen: Sie macht das Leben Arno Schmidts anschaulich.

Wohl kaum ein anderer Schriftsteller war sich der Bedeutung von Bildern für ein Leben so bewusst wie Arno Schmidt: „Mein Leben?!: ein Tablett voll glitzernder snapshots“, schrieb er in „Aus dem Leben eines Fauns“. Was also wäre konsequenter, als sein Leben mit einer Bildbiographie nachzuzeichnen, die mosaikartig das Panorama dieser eigenwilligen und sonderlichen Schriftstellerexistenz zusammensetzt. Einführende Texte von Bernd Rauschenbach geben einen Überblick über die Stationen dieses Lebens – die Kindheit in Hamburg, die Jugend in Schlesien, Kriegszeit und Nachkriegselend, die wiederholten Wohnortwechsel, bis Arno Schmidt in Bargfeld in der Lüneburger Heide die „ihm gemäße Landschaft“ findet.

„Ein Tablett voll glitzernder Snapshots“ – Erste Bildbiographie erscheint im Jahr 2016

Arno Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren und verbrachte in der Hansestadt seine Kindheit und Jugend. Am Ende seines Lebens lebte er völlig abgeschieden im dörflichen Niedersachsen. Er starb am 3. Juni 1979 in Celle. Für die erste umfangreiche Bildbiografie dieses Autors, eines der wichtigsten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts überhaupt, hat Herausgeberin Fanny Esterházy in Archiven nachgeforscht und Unbekanntes und zum Teil Verblüffendes zutage gefördert: Fotos, Zeichnungen, Dokumente aller Art, Bücher und Manuskripte, Notizen und Briefe, Zeitungsartikel, Alltägliches und Kurioses. Ergänzt und erläutert wird das vielfältige Material durch Textpassagen aus Arno Schmidts Werk, Auszüge aus den Tagebüchern des Autors wie seiner Frau Alice Schmidt sowie Kommentare von Schriftstellerkollegen und Freunden. Arno Schmidt hat uns zahlreiche Hinweise hinterlassen, wie er sich Aufbau und Struktur einer Biografie vorstellte, gerade der eigenen.

In seinem Vorwort zu „Materialien für eine Biographie“ heißt es, „er sei in entscheidendem Maße vom Ort abhängig“, daher müssten die „Groß=Abschnitte als Titel fast immer den Namen meines jeweiligen Aufenthaltsortes tragen“. In einem „Biogramm“ schreibt er zudem: „Leben: Existenz in hohem Grade umwelt- und landschaftsbedingt; Gliederung daher nach Orten.“ Die erschienene Bildbiografie folgt diesen Hinweisen Schmidts weitgehend, mit Ausnahme des ersten Kapitels, das seine Vorfahren und Eltern zum Thema hat, und eines Teils über die Kriegsjahre. Alle anderen sind für die Wohnorte Schmidts reserviert: Das Hamburg der Kinderzeit, die Jugend in den niederschlesischen Kleinstädten Lauban und Greiffenberg, nach dem Krieg dann Cordingen (in der Lüneburger Heide), Gau-Bickelheim (bei Mainz), Kastel (an der Saar), Darmstadt und schließlich Bargfeld. Jedes der elf Kapitel wird mit einem Text von Bernd Rauschenbach eingeleitet; diese Texte geben jeweils eine präzise Einführung in die jeweilige Lebenssituation des Protagonisten. Die Bebilderung des Bandes stammt überwiegend aus dem Nachlass Arno Schmidts. Sie wird ergänzt um Bilder aus anderen Archiven, die den Blick auf das zeitgenössische Panorama freigeben.

Schmidt bewahrte auch für uns scheinbar nebensächliche Dinge sorgfältig auf, versah sie teils sogar mit erläuternden Hinweisen für die Nachwelt. So finden sich neben Bildern, Typoskripten, Fotos und Briefen auch Fernsehzeitungen, Versandkataloge, Werbeprospekte und Etiketten von Flaschen und Konserven. Auch für dieses eigentümliche Verhalten hatte Schmidt eine Erklärung parat: „Moderne Schriftsteller müßten gesetzlich dazu angehalten werdn, zu notiren, was für Sendungen sie=sich so täglich angesehen habm.“

Der Band weitet durch viele bisher unveröffentlichte Artefakte aus dem Nachlass den Blick auf den Künstler und seine Kunst, sagt Bernd Rauschenbach über das Buch, „jede Bildbiografie geht davon aus, dass das Werk und das Leben miteinander verbunden sind, unddiese Bildbiografie ist eine Schaltstelle, in der man in beide Richtungen schauen kann, aufs Werk und aufs Leben. Und die Geschmäcker sind verschieden, aber es gibt Menschen, die gern wissen wollen, was hinter der Literatur an Leben steckt. Das kann man in so einer Bildbiografie natürlich sehr gut sehen“. All dies ist ihm gemeinsam mit Fanny Esterházy und Friedrich Forssmann meisterlich gelungen. Ihre opulente Bildbiografie ist eine akribische Spurensuche in Werk und Vita eines der bedeutendsten deutschen Schriftsteller.

Der große Einzelgänger – Neuerscheinungen zum 100. Geburtstag

„Ich habe das Unglück, in einem Staate zu leben, in dessen Grundgesetz es steht, daß die Minderheit immer Unrecht habe“: Arno Schmidt war kein einfacher Zeitgenosse und gab sich persönlich oft unnahbar, ja arrogant. Im Jahre 1949 ist Arno Schmidt fünfunddreißig Jahre alt und macht Ernst. Sein literarischer Erstling „Leviathan“ erscheint, darin neben der titeltragenden Erzählung noch „Enthymesis“ und „Gadir“. Alle drei haben nichts mehr mit den unveröffentlichten Vorkriegsproduktionen gemeinsam. Schmidt packt „die rabiate Kiste“ aus. Viele weitere literarische Sprengladungen folgten.

Das Jahr 2014 ist das Arno-Schmidt-Gedenkjahr: 100 Jahren zuvor wurde der große, rätselhafte, auch umstrittene Sprach-Experimentator geboren. Bernhard Rauschenbach hat zum Jubiläum ein „großes Lesebuch“ mit kürzeren Texten zusammengestellt, welches das Werk in seiner ganzen Vielfalt darstellt; der Erzähler wird gezeigt und der Essayist, der virtuose Sprachzauberer und seine eigenwilligen Experimente steht neben dem scharfsinnigen Analytiker. Enthalten ist auch die Erzählung „Tina oder über die Unsterblichkeit“ von 1955. Schmidt beschreibt ein Elysium unter Darmstadt (!), und wie in Homers Hades wollen die Seelen, allesamt Dichter, nichts wie auf und davon. Doch der im Diesseits erworbene Ruhm steht dem entgegen, es gilt die Regel: „Jeder ist so lange zum Leben hier unten verdammt, wie sein Name noch akustisch oder optisch auf Erden oben erscheint. “Das Ziel der Insassen ist das Vergessen – „endlich in Ruhe tot sein“. Die Literaturkritik damals nahm Schmidts Erzählungen wohlwollend zur Kenntnis, Hermann Hesse nannte den Autor „einen wirklichen Dichter“, Alfred Andersch nannte ihn gar „ein Genie“. Doch der wirtschaftliche Erfolg blieb aus, und das sollte sich bis weit in die 60er Jahre nicht ändern. Schmidt schrieb selbstironisch: „Es ist auch eine Ehre, jahraus=jahrein den worst=seller zu liefern“.

Weitere Texte des „Lesebuches“ sind unter anderem die ebenfalls 1955 entstandene Erzählung „Seelandschaft mit Pocahontas“: Sie zeigt Schmidts Hass auf das Militär und die Adenauer-Restauration und brachte ihm eine Anzeige wegen „Gotteslästerung“ ein, die ihn zur Flucht von Trier ins liberalere Darmstadt zwang. Ebenfalls im Buch: die Erzählung „Kühe in Halbtrauer“ von 1961, eine Groteske voller Komik und eine Fingerübung für die noch folgenden Großwerke. Es ist vor allem die Mischung von bekannten und nahezu unbekannten Texten, die den Reiz dieses Lesebuchs ausmachen und dazu motivieren, mehr von dem gewaltigen Werk Schmidts kennenzulernen.

Arno Schmidt schrieb im Sommer 1960 nach Abschluss der Arbeit am Roman „KAFF auch Mare Crisium“ an seinen jüngeren Schriftstellerkollegen Hans Wollschläger, der ein großer Bewunderer und Verfechter seines Werks war: „So! : ich hätte’s wieder mal überlebt. … Das Ergebnis? Je nun; ich bin da realistisch … Besseres, als ich bereits vorgelegt habe, werde ich wohl nicht mehr vermögen.“

Wiederzufinden ist der Brief in der Sammlung „Und nun auf, zum Postauto!“. Der einzelgängerische Autor äußert sich in seinen Briefen keineswegs verschlossen gegenüber seinen Freunden, sondern offen, spitz und boshaft. Doch was immer er in welchem Ton auch von sich gab, der selbstbewusste Autor wusste um sein „großes Talent, Briefe zu schreiben“. Der Band enthält mehr als 150 Briefe Arno Schmidts, die meisten bislang unveröffentlicht, adressiert an Mutter und Schwester, Kriegs- und Schulkameraden, Verleger und Autoren sowie seinen großen Förderer Jan Philipp Reemtsma; sie geben tiefe Einblicke in den an Entbehrungen reichen und diszipliniert organisierten Alltag des Autors und dienten ihm wohl auch zur literarischen Selbstvergewisserung.

Mit dem Traum vom eigenen Haus, der für ihn Ende 1958 Realität wurde, verband sich für Arno Schmidt ein Stück weit Autonomie und Unabhängigkeit. Er zog mit seiner Frau Alice in das Heidedorf Bargfeld bei Celle. In dieser „ihm gemäßen Landschaft“ schuf er seinen eigenen Literaturkosmos, die häusliche Welt wurde zu seiner „Selfmadeworld“: ein „Hölzernes Meer“ als Schreibtisch, ein Stehpult nach seinen Bedürfnissen, ein feuerfester Archivbau nach seinen Entwürfen. Der Bildband „Arno Schmidt, Bargfeld 37“ zeigt uns diese einsiedlerische und entlegene Welt eines der Großen der Literatur: Glaspokal Friedrichs des Großen und Schnapskrug von Arno Schmidt, Zeichnungen, der geheime Familienschrein, dazu unbekannte Fotos sowie private Dokumente, Briefe und Werkzitate.

In der Bargfelder Einsiedelei schuf er „Zettel’s Traum“ (1970), „Abend mit Goldrand“ (1977) und das Fragment „Julia oder die Gemälde“. Als ihm in Berlin 1964 der Fontane- Preis verliehen wurde und Günter Grass die Laudatio hielt, wollte sich Alice Schmidt nach der Feier bei Grass bedanken. Der spätere Nobelpreisträger wehrte bescheiden ab: „Wir haben doch alle bei Ihrem Mann gelernt.“

Der Roman „Zettel’s Traum“ wird 2010 erstmals als gesetztes Buch publiziert

Vor 48 Jahren erschien „Zettel’s Traum“ als Faksimile und machte Arno Schmidt auf einen Schlag berühmt. „Es wird sich nicht mehr setzen lassen“, klagte Arno Schmidt, als er das Buch 1968 vollendet hatte. So erschien vor nun 40 Jahren „Zettel’s Traum“ als Faksimile und machte den Autor auf einen Schlag berühmt. Dabei erwiesen sich die handschriftlichen Korrekturen, Streichungen und das für den Leser unfreundliche Satzbild der Schreibmaschine neben der komplizierten Struktur des Romans als nur schwer zu überwindende Hürde für die Lektüre. Schon im Typoskript umfasst das wichtigste Buch des Schriftstellers 1334 DIN-A3-Seiten.

2010 ist „Zettel’s Traum“ erstmals als gesetztes Buch erschienen. Mit dem Roman wurde die Bargfelder Ausgabe der Werke Arno Schmidts abgeschlossen. Jahrelang mühten sich Setzer, Herausgeber und Korrektoren, das hochkomplexe Layout und die eigentümliche Rechtschreibung des dreispaltigen Romans mit seinen zahlreichen Randglossen in einen lesefreundlichen Schriftsatz zu überführen, ohne den Charakter des „Überbuchs“ zu gefährden oder Eigenheiten zu glätten.
Was stünde nicht in „Zettel’s Traum?“, fragte Arno Schmidt einmal selbstironisch und selbstbewusst. Der Roman erzählt von der vergeblichen und prekären Liebe zwischen dem alternden Schriftsteller Daniel Pagenstecher, dem Alter Ego des Autors, und der sechzehnjährigen Franziska Jacobi, Tochter des Übersetzer-Ehepaars Paul und Wilma Jacobi.

Diese treffen sich an einem Julitag, von morgens um halb 4 bis zum nächsten Morgen um halb 4 in Ödlingen, einem fiktiven Ort in der südlichen Lüneburger Heide. Das ist ein großer Erzählstrang des Romans, die beiden anderen befassen sich mit Edgar Allan Poe und Sigmund Freud; es wird im Roman nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern vom Erzählen und seinen Voraussetzungen überhaupt gehandelt, zur Eröffnung in Umrissen eine Theorie zur Abbildung unbewusster Wünsche und Zwänge in der Literatur geliefert. Der Leser erfährt, dass über den Klang der Worte oft ganz andere Vorstellungen assoziiert werden, die berühmten „Etym-Effekte“. Der dozierende Pagenstecher, Schriftsteller und Poe-Fachmann, belehrt sein dreiköpfiges Publikum, von dem sich Paul aufgeschlossen, Wilma ablehnend und Franziska in bald uferloser Anbetung verhält. Ein Dauerthema des Romans ist der Voyeurismus, er gipfelt kurz vor dem Ende darin, dass Daniel (Dän) und Franziska Wilma und Paul beim Sex zusehen. Pagenstecher versucht Franziska davon zu überzeugen, dass die Verwirklichung einer Liebe stets in einer Katastrophe enden muss. Er verschwindet, als die Familie Jacobi abreist. Hinter einer Eiche versteckt sieht der alternde Schriftsteller die junge Liebe seines Lebens auf immer davonreisen: „Gehab Dich wohl, Mein=Lieb! Auf hundert Meil’n weit!“

Dieter Kaltwasser

Literatur:

Arno Schmidt: Zettel’s Traum. Bargfelder Ausgabe. Werkgruppe IV. Suhrkamp Verlag, Berlin 2010. 1536 Seiten, 289,00 EUR. ISBN-13: 9783518803103

Bernd Rauschenbach / (Hg.)Arno Schmidt (Hg.): Das große Lesebuch.
Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2013.
445 Seiten, 9,99 EUR. ISBN-13: 9783596905553

Arno Schmidt: »Und nun auf, zum Postauto!« Briefe von Arno Schmidt. Herausgegeben von Susanne Fischer und Bernd Rauschenbach. Suhrkamp Verlag, Berlin 2013. 296 Seiten, 29,00 EUR. ISBN-13: 9783518803707

Arno Schmidt: Arno Schmidt, Bargfeld Nr. 37. Ein Album. Hrsg. von Bernd Rauschenbach.
Suhrkamp Verlag, Berlin 2013. 280 Seiten, 49,00 EUR. ISBN-13: 9783518803608

Fanny Esterházy (Hg.): Arno Schmidt. Eine Bildbiographie. Mit einführenden Texten von Bernd Rauschenbach. Suhrkamp Verlag, Berlin 2016. 456 Seiten, 68,00 EUR. ISBN-13: 9783518804001

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