Japanische Gärten en miniature

Es gibt Gärten, die nicht zum Begehen vorhanden sind. Traditionelle japanische Hof- oder Binnengärten entstanden unter dem Aspekt der Miniaturisierung, einem wesentlichen japanischen Prinzip, dass auch in zahlreichen anderen Designformen Ausdruck gefunden hat. Diese quadratischen ostasiatischen Gärten haben die Größe zweier Seite an Seite liegender tatami-Matten und dienen rein der Betrachtung, Bewunderung und Kontemplation. Sie verkörpern das Prinzip eines Mikrokosmos der Natur und besitzen die unterschiedlichsten Gestaltungsansätze. Beschränkung auf einige wenige, sorgfältig ausgesuchte Elemente lassen die Natur in das Wohnumfeld einfließen. Fein geschliffene Wasserspiele, ein behauener oder natürlicher Fels, eine Blüte, geharkter Kies. Es sind winzige Gärten, denen es zwar am kostbaren Boden mangelt, die jedoch in ihrer Reduziertheit ästhetisch viele große zu übertreffen vermögen. Michael Freeman, ein Spezialist für asiatische Kunst und Gartengestaltung, hat das künstlerische Wesen dieser Miniaturgärten in puristischen Fotos eingefangen.

Dieter Kaltwasser

Michael Freeman „Winzig kleine Gärten – Von der Faszination japanischer Innenhöfe“, Deutsche Verlagsanstalt 2008, 224 Seiten.

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